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MontVentouxGräwwel

Für die Gravel Tour auf den Montventox habe ich mir den wärmsten Tag aufgehoben. 23°C sollten es werden und genau so kam es auch. Also beste Voraussetzungen um auf den windigen Berg zu fahren. Mit Komoot hatte ich mir eine schöne Gravel Strecke bis zum Chalet Reynard geplant ab da wollte ich entscheiden, ob ich über den Asphalt bis zum Gipfel fahren sollte, um dann über andere Forststraßen nach Bedoinr zurückzukehren. Die Strecke war als Gravel Strecke gekennzeichnet aber bei genauerem hinschauen in die Höhendaten kamen wir doch einige Zweifel ob das wirklich so klappen könnte.

MontVentoux Gräwwel

Gleich am Anfang hatte ich mich auf einem Wandertrail verirrt. Der war ordentlich verblockt und Stall. Auf dem richtigen Weg ging es dann stetig nach oben. Da sind 8 % auf so träge Geläuf schon eine Herausforderung. Einmal versteuert musste man sehen, dass man noch das Gleichgewicht hält dann stiegen die Prozente noch weiter an und bei den Brocken die da im Weg lagen war es nicht einfach die Richtung zu halten. Und auf dem feinen Geröll treten dann der Hinterreifen durch. Das war also Nix mit lockeren Bergauffahren. Manches Mal musste ich doch laut fluchen. Aber was sollte es helfen ich musste weiter. Über 20 km lagen noch bis zum Chalet Reynard vor mir.

…Schotter, Schotter

So musste ich immer wieder mal absteigen und konnte dabei die tollen Ausblicke ins Tal genießen! Das war der Lohn für die harte Arbeit. Es war schon hammerhart und kein Zuckerschlecken. Und dann verdrehte Sicht auf einmal der Lenker, als ich mit aller Gewalt einem Felsbrocken ausweichen wollte. Ich habe das natürlich sofort mit meinem imbus Schlüssel gefixt, aber es war keine Lösung auf Dauer denn immer wieder verdreht sich auf dem Weg nach oben der Vorbau. Das war kein gutes Gefühl um sicher weiter zu fahren. Wie sich erst später herausstellte war es ein Problem des FutureShock Systems am Diverge das wohl in der Vergangenheit nicht richtig montiert worden war.

…warm war’s

Nur die letzten 5 km fuhr man auf einer Höhenlinie und konnte etwas entspannter die Landschaft genießen. Es war wie auf einem anderen Planeten. Ringsherum nur Steine und sogar etwas Schnee. Inzwischen weiß ich was „Strade Bianche“ auf Französisch heißt „Graviers Blanc“! Aber ich glaube dass man auf den italienischen weißen Wegen besser voran kommt als auf den französischen.

…Mondlandschaft

Die letzten 6 km bis zum Gipfel waren zäh. Zwar rollte es auf dem Asphalt leichter, dafür waren aber die Steigungsprozente höher. Und der erste Teil der Tour hatte ordentlich Kraft gekostet. Trotzdem kam ich oben gut an. Es war wenig los da oben erstens weil die Straße noch für Autofahrer und Motorräder gesperrt war und es zweitens, es war Montag. 

MontVentoux, #10

Oben musste ich für einige Franzosen noch ein paar Gipfel Fotos schießen, bevor ich selbst fotografiert wurde. Es könnte sein das ich das 10. Mal dort oben war. Aber diese Tour war mit Abstand die härteste. So bewusst habe ich meine Gipfeltouren auf den MontVentoux nicht mitgezählt, aber an meine erste Tour auf den Gipfel kann ich mich noch gut erinnern, das war im Jahr 2002.

MontVentoux

Da die Zeit schon fortgeschritten war, entschied ich mich für den direkten Asphaltweg nach unten. So richtig konnte ich meinen Lenkervorbau nicht mehr vertrauen und so fuhr ich auf direktem Wege über Bedoin nach Aubignan. Auf der Abfahrt hatte ich kein sicheres Gefühl und ich mache mir Gedanken wie ich das Problem lösen könnte… Nach 6:30 Stunden war ich nach 82 km und 2030 Hm wieder zurück.

Mehr Bilder der MontVentouxGräwwel Tour gibts hier zu sehen… Und hier die Tour in der Komoot Provence Collection.

DentellesDeMontmirailGräwwel

Über  Beaumes de Venise  gravele ich in die Dentelles de Montmirail. Es geht gleich bergauf.

Von Aubignan in die Dentelles de Montmirail

Auf dem Asphaltweg verpasse ich gleich einen Abzweig und stehe vor einer schicken Villa auf dem Hof. Also umgedreht und weiter auf dem Schotter. Ich bin wohl so fasziniert von der Gegend und der Aussicht, dass ich nicht auf die Navigation achte. 

Schotter…

Die Strecke ist aber top und kann tolle Fotos schießen. Dass ich aber vom regen in die Traufe gegräwwelt bin, merke ich alsbald. Das Gelände ist ganz schön ruppig und ich muss schieben; bzw. ich will kein Risiko eingehen und im Niemandsland stürzen. meine „Alternativtour“ endet schließlich in einem Wanderweg inclusive Bachdurchquerung. Danach gehts über Stock & Stein bergauf. 

… Hauptsache keine nassen Füße

Ich überquere den Col d’Alsau und den Col du Cayron. Hier sind einige Wanderer und MTBler unterwegs. Der Weg ist wieder gut fahrbar, aber steil. Dann sehe ich ein Dorf vor mir… Gigondas! Mmh, das war ja gar nicht auf meiner Tour vorgesehen.

Blick Richtung Lafare

Nach einem Blick auf de Karte entscheide ich mich den letzten teil der Tour einzukürzen und über Lafare zurückzufahren… Immerhin waren das 900 Höhenmeter auf 36 Kilometern.

Hier, die ganze Bildergalerie der Dentelles De Montmirail Gräwwel Tour.

CanalDeCarpentrasGräwwel

Nach zwei Coronajahren war ich endlich wieder mal in der Provence. Aber diesmal wollte ich meine französische Lieblingsurlaubsecke gravelnd erkunden.

Canal und Mont Ventoux

Morgens versteckte sich die Sonne ein wenig und der Wind hält sich in Grenzen. Aber ganz astrein ist die Luftqualität nicht. Wieder mal war es der Saharastaub, der mich auch schon auf Teneriffa verfolgte. Der Mont Ventoux war deshalb nicht klar zu sehen. 

Grand Tour de Canal de Carpentras

Von Aubignan aus starte ich die Grand Tour de Canal de Carpentras. Auf dem Weg nach Fontaines de Vaucluse fahre ich zuerst die Veloroute Via Vénaissia nach Carpentras.

Südlich von Carpentras Suche ich den Einstieg in den neuen Via Vénaissia Teil. In der Pernes les Fontaines klappt es dann endlich. Spezial ist die Strecke noch nicht freigegeben. Aber ich fahre bis Velleron und dann auf einer Route Verte bis L’Iles sur la Sorgue. Toll wird es sein wenn die komplette Veloroute von Orange bis L’Iles sur la Sorgue fertig gestellt sein wird.

Fontaines de Vaucluse

In Fontaines de Vaucluse  steige  ich in die Kanalroute ein. Bis Carpentras folge ich dem Gewässer direkt daneben auf eine Art Treidelpfad. Der ist mehr oder weniger schotterig, manchmal auch wiesentrailartig . Aber man kommt ganz gut vorwärts. Und kilometerlange Geraden gibt es auch nicht, denn der Kanal folgt in Höhenlinien. Und so windet er sich ganz schön durch die Landschaft. Dabei hat man mancherorts tolle Aussichten in die Umgebung. Architektonisch hat der Kanal auch einiges zu bieten. Etliche Brücken oder Flussläufe müssen überwunden werden. Teilweise überirdisch mit Brücken oder unterirdisch durch Rohre. Auf jeden Fall eine tolle Ingenieurleistung.

Kanalbrücke über die Veloroute

In der komoot App kann man den Höhenverlauf des Kanals gut verfolgen und sehen wie er mit dem Gelände verläuft und sich durch die Landschaft schlängelt.  Zum Graveln in dieser Gegend eine Supertour mit wenigen Höhenmetern! Ab und zu treffe ich einige Mountainbiker oder auch Graveller. 

Idylle pur

Hinter Beaumes de Venise biege ich in einen Seitenkanal ab und folge dann der Villa Venezia wieder bis Aubignan. 102 Kilometer mit wenigen Höhenmetern! Das hat man selten in dieser Gegend. Eine empfehlenswerte Tour, die man auch in Teilstücken abfahren kann. Dabei würde ich den Nordteil bevorzugen, weil man sich dann den Stadtverkehr von Carpentras ersparen würde.

Hier, die ganze Bildergalerie der Grand Tour de Canal de Carpentras.

Parpaillon

…der französische Kultfilm über Radfahrer! Den muss man als Radler unbedingt gesehen haben und man wird an der ein- oder anderen Stelle schmunzeln 😉

Dass es den Berg wirklich gibt, hatte ich nicht vermutet. Aber es gibt ihn, ganz in der Nähe des Col de la Bonette. 2009 habe ich dann versucht bis zum Pass zu kommen, aber damals hatte ich noch kein Gravelrad. Und so musste ich kurz vor dem Gipfel den Rückweg wieder antreten. Der steinige, felsige Untergrund war nicht besonders geeignet für mein Rennrad.

Mit meiner jetzigen Ausrüstung sollte es aber möglich sein… mal schauen…

NormandieBretagne

Der Urlaub an der französischen Atlantikküste ist vorbei und es waren schöne Touren, die ich in Küstennähe abgeradelt habe. Mein Diverge hat mir da gute Dienste geleistet, aber den RR Laufradsatz hätte ich mir sparen können mitzunehmen, denn die kamen nie zum Einsatz. Entweder waren es die Trails, Wanderwege oder nur der schlechte Asphalt, die mich vom Wechseln der LRS abhielten, oder einfach die Motivation, die ganz großen Runden zu radeln… Es sollte ja ein Urlaub sein mit etwas Radfahren und nicht umgekehrt. Und so habe ich ihn auch genossen!

Es gab wunderbare Touren am Pas-de-Calais mit Aussichten auf die englische Küste, entlang der normannischen Steilküste westlich von Dieppe, die Touren an der Côte d’Emeraude oder die bretonischen Ausflüge im äußersten Westen bei Le Conquet oder Guissény, Ach ja, empfehlenswert ist ein Ausflug auf die Insel Ouessant!!