LostPlaceVogelsang

Ein weiteres Highlight der Reise war die GräwwelTour zur ehemaligen sowjetischen Kaserne Vogelsang. Über die Websuche bin ich auf den Uckermark Orbit360 von 2021 gestoßen, der fast am Campingplatz vorbeiführte. In der Komoot Beschreibung stand dort etwas von besagter Kaserne. Das motivierte mich sofort eine entsprechende Tour zu planen. Für den Hinweg nahm ich den Originalweg, für den Rückweg bastelte ich eine kürzere Alternative. (Im Nachhinein war das goldrichtig, aber es lief doch ganz anders 😉

Lost Place Vogelsang

Die Strecke bis Vogelsang war super gescoutet: Kaum Sand!! Und das heißt für Brandenburg schon was. Nur einige kurze Sandkästen waren zu überwinden.

Die Fahrt / Gang durch die Anlage ist schon etwas unheimlich. Vorsichtig wagte ich mich in die Gebäude, obwohl an jedem Haus auf die Gefahren hingewiesen wurde und schaue um die Ecken, ob nicht doch jemand in dem Gebäude ist. Nebengeräusche lassen mich zusammenzucken.

Turnhalle

Als ich an einem Gebäude vorbeilaufe, knackt es im Innern. Schemenhaft sehe ich eine Person die Treppe hochlaufen. Später treffe ich noch ein paar Leute, die auf Erkundung waren. Ich fahre weiter Richtung Bahnhof Vogelsang. Eine riesige Solaranlage nutzt jetzt das Gelände. Eine weit aus bessere Alternative zu der früheren Nutzung 😉

Bis hierhin war das Wetter top, aber als ich mich umdrehe, sehe sehe ich eine schwarze Wand hinter mir und mir schwant Nasses. Ich mache mich fix auf den Rückweg und bin froh, dass ich ihn kürzer geplant habe. Aber nicht lange, da kam Wind auf und kurz danach schüttet es. Meine GOREtex Jacke kann wieder mal beweisen, was sie so kann. Trotzdem fahre ich nicht weiter, sondern stelle mich unter eine schräg stehende Kiefer, die einigermaßen den Regen abhält. Nach 15 Minuten ist der Zauber vorbei und ich kann weiterfahren, ääähh schieben. Meine Gräwwelroute erweist sich als der vielleicht längste Sandkasten Brandenburgs. Außerdem pappte der nasse Sand auch noch dick an den Reifen, sodass ich mehrere Kilometer richtig Spaß hatte.

…es regnet. rechts der Sandpampeweg ;-(

Als ich endlich wieder aus Asphalt war, spülte ich mit dem Wasser aus einer Trinkflasche erstmal die Bremsen etc frei. Kurz vor dem Ziel erwischte mich dann der nächste Schauer, aber das egal, es war warmer Regen 😉

BerlinBabelsbergBeelitzPotsdam

…das waren die Ziele, die ich von Kleinmachnow aus abgefahren habe. Kleinmachnow liegt im Südwestens Berlins am Teltowkanal. Von dort aus kann man schön immer am Kanal entlang über das Tempelhofer Feld nach Kreuzberg fahren.

Berlin by Bike

Den Rückweg hätte man noch etwas spannender durch den Grunewald machen können.

Tempelhofer Feld

Beelitz stand schon länger auf meiner Besuchsliste. Bei meinem Brandenburg Orbit 360 mit Jörg waren wir an den Heilstätten glatt vorbeigefahren. Ich hatte mir natürlich den heissesten Tag mit über 34° ausgesucht.

Heilstätten Beelitz

Die Hinfahrt war von den Temperaturen ganz gut auszuhalten. Der Rückweg war nicht nur heisser, sondern auch sandiger ;-((

Die Heilstätten zu sehen hat sich gelohnt, aber noch besser wäre es eine Führung durch die Gebäude zu buchen.

Heilstätten Beelitz

Welche Auswirkungen der Klimawandel hat, kann man an der Zunahme von Waldbränden sehen. Ich bin zufällig durch ein Waldstück gekommen, das Tage zuvor noch gebrannt hatte.

Waldbrand Beelitz

Bildergalerie der verschiedenen Touren in Berlin, Babelsberg, Potsdam und Beelitz:

BerlinUckermarkUsedom

Hier schon mal eine Übersichtskarte der interessantesten Touren meiner letzten reise in den Osten… Ein paar Bilder gibts schon, aber da werden noch einige dazukommen. Außerdem ein wenig Begleittext mit Tipps:

Berlin Uckermark Usedom – Touren

BrandenburgOhBrandenburg

…einfach toll zum Gräwweln. Nur der Sand dürfte weniger sein, dann wäre es perfekt .

Templin – Schorfheide

…und sehe ich, dass ich fast auf dem Uckermark Orbit360 von 2021 campiere 😎

Rund um den Stolpsee

FlamingoRouteSüd

…auch die Südroute ist eine Graveltour allemal wert. Ein wenig Holland und der Rest geht komplett durch den Süden des Kreises Borken. Bocholt, Rhede, Borken, Ramsdorf, Velen, Gescher, Stadtlohn… Die GPX Daten gibts in meiner Komoot Collection „Gravelrides im Münsterland“ (152 km)

d
FlamingoRouteSüd
Agnesallee
Schloss Diepenbrock

Durch Bocholt am Aasee vorbei schlängelt man sich nach der Durchfahrt durch den Rheder Wald an der Aa entlang Richtung Borken.

Wasserburg Gemen

Eine kleine Herausforderung waren dann in Ramsdorf ‚Die Berge‘! Durch die Trockenheit haben sich die Schlammpassagen in einen Sandkasten verwandelt. Erinnerungen an meinen Brandenburg Orbit wurden da wach…

Provence feeling in der Coesfelder Heide

TelgterTourenTage

…es hatte sich so ergeben, dass der Sommer Ende August sein Comeback feierte und ich ein paar Tage Zeit hatte. Als Standort wählte ich den Naturcampingplatz „SonnenWiese“, der direkt in den Emsauen liegt.

Verschiedene Touren hatte ich mir im Vorfeld schon zurechtgelegt: Tour nach und durch Münster, den MiniOrbitMünster, ne Asphalt Tour durch Ostwestfalen, die EmsauenTeutoKanello Gravel Tour und zum Schluss eine Schlösserrunde durchs südliche Münsterland.

Absolute Highlights waren die beiden großen Graveltouren. Bei dem kleinen Münster Orbit habe ich Ecken kennengelernt, von denen ich noch nie gehört hatte: Haus Ruhr und Haus Borg waren mir noch nie über den Weg gelaufen…

Die EmsauenTeutoKanello Gravel Tour war der Knaller: erst die tollen Trails an der Ems und dann der tolle Mix aus Wurzel- und Stein(l)passagen auf dem Hermannsweg, sowie Trails und Forstwegen. Von Borgholzhausen bis nach Tecklenburg war es ein einziges Auf und Ab. Und von Ladbergen aus war ich dann mal wieder am Dortmund Ems Kanal unterwegs. fast 160 km und über 1000 hm waren die Tagesbilanz…

Die Asphalttour durchs Münsterland machte ich mit meinem Bruderherz. Es war „seine“ Kloster Vinnenberg Runde mit meinen Variationen…

Den Abschluss machte eine 4 Schlösser Runde von Lüdinghausen aus. Burg Lüdinghausen, Burg Vischering, Schloss Nordkirchen und Schloss Westerwinkel waren die Ziele. Am Wesel-Datteln-Kanal vorbei fuhr ich bei Haltern durch das alte Militärgelände in den Borkenbergen. Ein echtes Highlight ohne Autos…

SpinSparkOrbitNachtrag

Als Fotograf hat man das Problem, dass man selten selbst auf den Fotos zu sehen ist. Deshalb habe ich mich besonders über Bilder von Daniel W. gefreut:

SpinSparkOrbit

…der 3. Orbit aus der 2021er Serie, den ich dieses Mal mit Daniel in Angriff genommen habe. Die Wetternachrichten waren ganz OK, evtl. waren für den Samstag Nachmittag Regenschauer vorhergesagt. Damit konnte man von der Planung her zufrieden sein. Also wurde die Regenjacke zur Sicherheit mit eingepackt.

Nach dem Studium des SpinSparks Streckenverlaufs entschieden wir uns für den Startpunkt in Duisburg, was sich im Nachhinein als goldrichtig erweisen sollte. Um auf die Strecke zu gelangen mussten wir einige Meter zurücklegen. Die Idee auf Nebenstrecken auf den Track zu stossen erwies sich als Reinfall: quer durchs Grün, mitten durch den Wald und über Gräben schoben wir unsere Räder. Aber dann rollte es! 

Die ersten Kilometer waren sehr flüssig und es lief super. Aber dann wurde es steiler, wurzeliger, steiniger. Die Steigungsprozente waren nicht mehr einstellig und ich war froh mit 31/40 unterwegs zu sein. Aber genauso steil ging es auch bergab. Die Scheibenbremsen sind da wirklich Gold wert. Äußerste Konzentration war gefragt um ja nicht eine Wurzel oder Stein zu übersehen. Und lockerer Schotter ist auch nicht ganz ohne. Zum Glück war es auf der Strecke recht trocken und so hatte ich mit den 47er WTB byway Reifen keinerlei Probleme. Die Traktion beim aufwärts Fahren war auch auf Schotter überraschend gut. 

Aber Geschwindigkeit konnte man bei dem Gelände wirklich nicht aufnehmen. So waren wir nach fast 3 Stunden 50 km weit gekommen. Pommesbuden, Bäckereien und Kioske AGBs ausreichend. Wir aber entschieden uns an dieser Stelle noch keine Pause zu machen und wollten noch so 10 km weiterfahren. Das war fatal, denn es folgte die nächsten 20 km nur schöne Gegenden mit tollen Aussichten. Ein Hofladen, der leider geschlossen war, spendierte uns trotzdem ein Brötchen und Wasser. So waren wir aufs erste gerettet. 

Die Rettung kam dann bei 88 km in Form eines Kiosks. Es gab Waffeln, Eis und Cola. Welch ein Feinschmeckermenü! Als Toilette fungierte ein Dixi Klo, besser gesagt, ein Dixi Saal! Riesig dieses Teil. 

Wohl gestärkt ging es weiter den Großteil der Höhenmeter hatten wir geschafft. Ganz viel konnte / sollte nicht mehr kommen. Trotzdem mussten wir so einige Hügel erklimmen, aber es hielt sich im Vergleich zum ersten Teil des Orbits in Grenzen. Schlupkothen und der See bei Wülfrath verleiteten uns immer wieder doch mal anzuhalten und ein Foto zu schießen. Dass man sich im Ruhrgebiet befand, kann auf vielen Bildern nicht nachvollziehen.

Ich fühlte mich ganz gut und konnte ganz gut Tempo machen. 

Der Streckenverlauf war auf den letzten 30 km recht flach und die Schotterforstwege verleiteten zum Ballern. Eine Pause kam jetzt nicht mehr in Frage und es ging in einem Durch bis zum Ziel: 156 km und fast 2500 Hm! Geile Tour!! 

Alle meine Fotos des orbits kann man hier sehen: SpinSparkOrbit …die von Daniel gibts hier zu sehen.

Mal sehen, ob ich ich noch einen Orbit unter die Räder nehme. Der Delta Deister Orbit ist ja klasse, aber 200 km und über 4000 Hm???

GravelGravelGravel…

So schnell kanns gehen. Vor zwei wochen stand noch nichts an und jetzt ist der gravel termin kalender so ziemlich voll mit tollen events:

Am 10. juli will ich, wenn das wetter mitspielt, den SpinSpark Orbit in angriff nehmen: 156 km und 2200 hm

SpinSpark Orbit

Dann soll am 07. august eine wiederholung der KreisBorken umrundung stattfinden: 318 km mit 670 hm. Diesmal aber rechtsherum. Mit dabei werden wieder daniel und damian sein… wer lust hat kann uns gerne begleiten. Es muss ja nicht die ganze strecke sein ,-) Meldungen bitte in die kommentare.

KreisBorken 360

…tja, ende august soll das das highlight des jahres starten: der halbe BohemianBorderBash. 6 tage einige tausend höhenmeter!

…am 19. september findet dann der 3. KCC EuregioGravelRide statt. 3 strecken stehen zur auswahl.